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Ich habe mein Wohnzimmer im letzten Herbst nach Vorgaben meiner Freundin (verantwortlich fürs Design) neu gestaltet. Es gibt jetzt farbige Wände, eine aufgedoppelte Mediawand, in der ALLE Kabel langlaufen, versteckte Geräte usw.
Außerdem habe ich mein 7.2 Canton Karat System abgegeben, weil buche nicht mehr passte und mir ein neues Canton Karat 5.2 System in silber zusammengekauft.
Aktuell steht noch der Selbstbau Subwoofer an, der versteckt sein wird.
Bis alles fertig ist dauert es sicher noch etwas, es kommt aber immer was neues hinzu (Modding am HTPC, eEingabegeräte, neuer AV Receiver usw).
Wenn es für andere auch so spannend ist, mitzulesen, wie so etwas entsteht, dann mache ich gerne ein Tagebuch auf. DMAX Doku Qualität wirds wohl nicht, aber für große Jungs dürfte es interessant werden.
Canton Karat 703 DC in silber und zugehörigen Canton Lautsprecherständern (Frontlautsprecher)
Canton Karat 705 CM in silber (Center)
Canton Karat 701 in silber (Rear)
Projekte Lautsprecher:
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Selbstbausubwoofer mit 2 12" Chassis in IKEA Möbel
Adapterplatten für die Lautsprecherständer, damit die Lautsprecher verschraubt werden können
Eventuell (je nach Platz für die Rears) noch 2 große Canton Karats in silber (müssen dann gebraucht her, neue gibts nicht in silber), damit Aufrüstung auf 7.2
Full HD LCD TV (Sharp LC46X20E)
AV-Receiver (Yamaha RX-V 750)
Linux Sat-Receiver
Projekte Technik:
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neuer AV-Receiver (Yamaha RX-A 2010)
Ambilight-Selbstbau
Aufrüstung & Modding HTPC (TV Karte, Vollbestückung RAM, Netzteil mit Kabelmanagement, fullSleeve, HDD-Käfig)
Pad zur Bedienung (läuft aktuell alles über die OrigenAE Fernbedienung
Vorgeschichte und Planung bis zum heutigen Stand:
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Ich hatte zwecks Umzug die Gelegenheit, mir ein komplettes Wohnzimmer einzurichten. Technikmäßig hatte ich freie Hand, designtechnisch brauchte ich aber die "Erlaubnis" meiner Freundin.
Meinen alten Fernseher habe ich mitgenommen, der AV-Receiver ist auch mein alter, da steht bald ein neuer an (wegen HDMI).
Meine 9 Canton Karat in buche sind weg (ich hatte 2 Canton Karat M70DC als Front, die Canton Karat CM7 als Center, 4 Canton M30DC als Rear und zwei Canton Karat AS 500 SC als Subwoofer. Ich habe mir erst überlegt, alles umlackieren zu lassen, hatte da aber Bedenken, dass das gut wird und habe deshalb verkauft), ich habe mir 5 neue in silber gekauft. Mein altes Sofa habe ich auch verkauft, dass passte designmäßig nicht mehr rein und beim Sdeboard musste auch etwas neues her.
Der Sofakauf war schnell erledigt, ich habe jetzt ein L-Sofa, dass perfekt zur Wandfarbe und dem Rest passt
Bei den Möbeln war meine Ansage, dass "weniger mehr ist" und die meiner Freundin, dass man den ganzen "hässlichen Technikkram" nicht sehen darf, dass keien Kabel sichtbar sein dürfen und dass es einfach zu bedienen sein muss.
Jo, wenns weiter nichts ist. Ich habe ja noch befürchtet, dass alles umsonst sein muss und morgen stehen soll. Ist zum Glück nicht passiert
Die Suche nach bezahlbaren Möbeln gestaltete sich recht schwierig, weil mein Receiver 42cm tief ist und mit Kabeln eher 47cm braucht. Ein neuer mit HDMI würde bestimmt auch nicht wengier tief werden...
Ausserdem wollte/sollte ich ja alles durch die Rückwände verkabeln und (da ich auf keinen Fall auf einen Subwoofer bzw besser zwei) verzichten möchte musste da noch irgendwie der Sub rein...
Im Endeffekt sind wir bei IKEA gelandet. Bei den Preisen habe ich keine Hemmungen, eine Rückwand zu zersägen oder (im Subwooferfall) das ganze Möbel zu bearbeiten. Eventuelle Fehler wären finanziell sehr überschaubar.
Die Besta Serie ist zwar auch "nur" 40cm tief, aber ich wollte wegen der Kabel eine doppelte Rückwand haben und dadurch nochmal 10cm in der Tiefe gewinnen.
Das sollte dann später so aussehen (ohne doppelte Rückwand und in mattweiß):
Die Elemente sind alle 60cm breit.
Oben kommt keine Technik rein (nur Licht), unten (von links nach rechts):
Ablage für Blurays (links)
AV-Receiver + SAT Receiver (mitte)
HTPC mit Ablage für Maus & Tastatur + endstufe für Subwoofer (rechts).
Ganz rechts in den freischwebenden Container sollen die Subs.
Die Besta Möbel sollen alle an der wand festgemacht werden und nicht auf dem Boden stehen.
Mit Türen soll es so aussehen:
Alle Geräte sollen versteckt sein, die Tür zu den Receivern soll aus Glas sein, damit man den AV und Sat-Receiver bei geschlossener Tür bedienen kann.
Soweit so gut, jetzt mussten noch Kabel vorbereitet werden. Ich habe also Kabelschlitze gefräst und 2 LAN Verlegekabel ab dem Technikraum sowie 2 Koaxialkabel ab der noch zu kaufenden SAT Schüssel verlegt.
2 mal LAN für HTPC und SAT-Receiver. Falls ich mal einen AV-Receiver mit Internetradio kaufe und das auch nutze muss noch ein Splitter her. Bei mehr als 2 Tunern muss ein Multischalter verbaut werden. Geht aber alles.
Bilder zum Bau der Mediawand
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kommen später, sind aber leider nur vom Handy
Man kann aber alles erkennen
Erstes Projekt: Subwooferbau
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Davon mache ich gleich ein paar Fotos. Das Besta Möbel von IKEA kann man so natürlich nicht nutzen. Es ist nicht massiv, sondern voller Wabenpappe. Die musste also raus und der entstandene Raum mit MDF gefüllt werden
Weitere Projekte:
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Adapterplatten
Ambilight
Zu beiden schreibe ich später etwas.
Ich habe den Yamaha ins Auge gefasst, weil mir die Funktionen (speziell der individuell anpassbare Equalizer) sehr gut gefällt. Auch die Optik sagt mir zu und der Stromverbrauch beim HDMI Passthrough ist sehr gering.
Jetzt kommen aber die ersten Bilder. Leider ist die Qualität sehr bescheiden - das iPhone macht doch nicht so tolle Fotos
Hier sieht man die Wand, an die die Mediawand kommt. Ich habe links und rechts 2 lange Kanthölzer (5mal 5cm, gehobelt) festgemacht, die die seitliche Begrenzung darstellen.
Das erste 5cm Kantholz habe ich mit Maschinenschrauben und 10er Dübeln an der Wand befestigt. Das hält sehr gut und Maschinenschrauben kann man wegen des Sechskantkopfes auch gut festziehen (mit einem Schraubenschlüssel).
Nachteilig sind die überstehenden Köpfe. Am zweiten Kantholz muss man an der jeweiligen Stelle Material wegnehmen. Ich habe es überall angezeichnet und mit einer Oberfräse frei Hand weggefräst.
Die obenern beiden Kanthölzer sind als Anschlag, damit die MDF Platte an den Seiten später nicht schwingt.
Das große Querholz ist für die TV Halterung, die kleineren Hölzer unten sind für die Schränke, die später hängen sollen.
Ich habe hier in den zweiten Satz Kanthölzer Einschlagmuttern eingeschlagen, damit ich die Hängeschränke später mit Gewindeschrauben (M10) festmachen kann. Bei Dübeln/Holzschrauben wäre es mir zu unsicher gewesen, dass es nach mehrmaligem Lösen noch genau hält.
Die zweite Lage Kanthölzer (um auf 10cm Tiefe zu kommen) habe ich erst mit Schraubzwingen fixiert und dann mit Spaxschrauben in die darunterliegenden festgeschraubt. Hält super!
Bild von den angebrachten Kanthölzern. Im Hintergrund (rechts) steht das spätere Subwoofergehäuse.
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Auf dem zweiten Bild hängen schon die Unterschränke und die aufgedoppelte MDF Wand ist schon dran. Ausserem ist die Wandhalterung für den TV fest. Die beiden Löcher sind an den Stellen, an denen der TV die Anschlüsse hat. Oben fehlen noch die Hängeschränke.
Rechts sieht man noch die alten Canton Karat M70DC in buche, ganz rechts (im Subwoofergehäuse die Canton Karat 703 DC in silber).
Die unteren Schränke haben ausgesägte Rückwände, damit ich die 50cm Tiefe zur Verfügung habe und die Kabel zum TV/in einen anderen Schrank verlegen kann.
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Weiter gehts mit Bild Nr. 3.
Hier hängen die Hängeschränke und die Rückwand ist tapeziert. Es fehlt noch die Verkleidung links/rechts an den Kanthölzern.
Hier habe ich später (Bilder folgen) jeweils eine 6mm MDF Platte festgeschraubt, bei der ich später die Schraubenköpfe verschachtelt habe und alles in der Wandfarbe gestrichen habe.
Auf der rechten Seite sind zudem 2 Kippschalter angebracht. Einer schaltet die Steckdosenleiste, an der die Elektrogeräte wie TV, AV-Receiver usw. hängen, stromlos, der andere eine weitere Lsite, an der mittlerweile vier Lampen hängen.
Rechts erkennt man den kürzeren Schenkel des L-Sofas.
Die oberen Hängeschränke sind bewusst direkt an die Wand geschraubt, hier benötige ich keine 50cm Tiefe. Die Rückwände sind auch noch drin
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Anmerkung:
Die Kanthölzer sehen etwas chaotisch aus, sind aber alle genau da angebracht, wo ich sie brauche:
Ich habe die Hängeschränke daran festgemacht, die MDF Rückwand verschraubt und noch die Steckdosenleisten festgemacht, so dass an sie nicht sieht, wenn man in die Schränke guckt. Man muss (durch die ausgesägte Rückwand) leicht nach oben greifen, um heranzukommen.
Es ist auch eine Doppeldose für das Netzwerkkabel angebracht (auch unsichtbar) und die beiden Koaxialkabel kommen dort auch aus der Wand. Das sieht man auf dem ersten Bild nicht, weil da genau ein Kantholz vor ist.
Ich reiche später ein paar aktuelle Bilder nach, komme jetzt zum Subwoofergehäusebau.
Ich habe mir bei ebay 2 Rockford Fosgate 12" Subwoofer (P2 12 S4) gekauft. Die habe ich letztens bei einem Freund im Auto gehört, das klang ziemlich trocken, sehr druckvoll und irgendwie gar nicht angestrengt. Im Auto hat man zwar wesentlich weniger Volumen, als im TV-Zimmer aber ich möchte keine Schalldruckwettbewerbe gewinnen, sondern etwas Unterstützung beim Musik hören und Filme schauen.
Hier die Daten des Subwooferchassis:
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Subwoofer: Rockford Fosgate P2-12S4
Durchmesser: 12 Zoll (305 mm)
Widerstand (Z): 4 Ohm
Leistung: 200 Watt RMS, 400 Watt Peak
Gewicht des Magneten: 1615 Gramm
Übertragungsbereich: 27 - 250 Hz
Schwingspulendurchmesser: 2 Zoll (51 mm) bzw 50,8 mm
Wickelbreite der Schwingspule: 1,23 Zoll (31 mm)
voice coil former material: Aluminium
DC Widerstand (RE): 3,6 Ohm
Schwingspuleninduktivität: 2,6 mH
Resonanz Frequent (Fs): 27 Hz bzw 25 Hz
mechanischer Q Faktor (Qms): 7,55
elektrischer Q Faktor (Qes) 0,58
absoluter Q Faktor (Qts): 0,53 bzw 0,488
Compliance (Cms): 2,17 E-04 m/N
entsprechendes Luft Volumen (Vas): 80,6 Liter bzw 97 Liter
bewegte Masse (Mms): 153,3 Gramm
Schalldruckpege (SPL) W/M: 87 dB bzw 86 dB
Umsetzungsverhältnis (BL): 12,9 T-m
Gewicht: 5,9 Kg
Einbautiefe: 15,56 cm
empfohlene Gehäusegröße (geschlossen): 24,07 Liter
empfohlene Gehäusegröße (Bassreflex): 49,56 Liter
Membranmaterial: Polypropylene
effective cone area (SD): 0,051 m²
linear excursion (X-MAX): 11 mm
mech. resist. losses (Rms): 3,51 kg/s
eff. bandwidth prod. (EBP): 47
motor constant (Krm): 22,52 mOhm
motor constant (Erm): 0,702
motor constant (Kxm): 94,85 mH
motor constant (Exm): 0,587
motor impedance (Rem): 10,41 Ohm
motor Size: 60 oz. double stacked
Speaker Connector Dual 8 AWG compression
Sd : 510cm²
Vented Tuning Frequency 37 Hz
2-teiliger Eisen Magnet, 33mm groß und 128mm breit
10mm extension above the magnetic gap to better the flux (magnetic energy) field
At the center of the pole is a 28mm vent that steps down to a 22mm exit at the rear of the motor to aid in cooling the 2"-diameter voice coil (Polkernbohrung)
The coil is of the 4-layer variety and has a height of 30.5mm (1.2") and is wound over a black anodized-aluminum former
Weiter noch die Abmessungen:
Aussendurchmesser (inkl. Zierring): 322,58 mm
Lochkreisdurchmesser: 297,18 mm
Einbautiefe: 155,16 mm bzw 153,98 mm
minimaler Einbaudurchmesser: 282,58 mm
Ich habe mich jetzt bei einem Subwooferbauer mit den Daten beraten lassen. Es wurde empfohlen, den Sub bei 60 oder 80Hz zu trennen (über den AV-Receiver) und ein Gehäuse mit 70 Litern Innenvolumen zu bauen. Das Gehäuse soll außerdem geschlossen sein (also kein Bassrefelx und kein Bandpass). Dafür braucht man wohl etwas mehr Verstärkerleistung, hat dafür aber auch einen (im interessanten Bereich) linearen Frequenzgang. 70 Liter beziehen sich auf EINEN Subwoofer, für beide brauche ich also 140 Liter. 5 mehr oder weniger spielen laut Experten aber keine Rolle.
Mit WinISD Pro wurde auch der Frequenzgang simuliert,bei 20Hz hat es ca. -5dB, bei -25Hz -3dB, bei 30Hz ist es bei 0dB und bleibt da auch, bis es bei 70Hz wieder abfällt. Da hat es noch 0dB, bei 85Hz ist es bei -3dB.
Ich brauchte jetzt noch ein Gehäuse für den Sub. Bei IKEA gibt es die Besta Reihe in verschiedenen Größen.
Dieses Teil (in weiß):
Ja, ich hatte gut zu tun.
Aber bis hierhin hat echt alles problemlos geklappt. Sogar die 6 Befestigungspunkte für die unteren schränke sitzen auf den Millimeter. Ich habe die 2 Bestearegale untereinander verschraubt und problemlos anbringen können. Am Übergang zur (tapezierten) Rückwand ist keine Ungleichmäßigkeit zu sehen. Weder oben, noch unten.
Etwas nervig ist allerdings die Verkabelung innerhalb dieser 10cm tiefen Wand. Ich muss ja durch die 40cm tiefen Schränke reingreifen und die Kabel verlegen. Da kommt einiges zusammen und es wird dann leider zum Geduldsspiel, bis man die Kabel da hat, wo sie hinsollen.
Immer sind die Kanthölzer im Weg. Die müssen da aber zwecks Befestigung hin.
Aktuell liegen innen schon:
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2x Netzwerkkabel zu einer Aufputzdose (ist an einem Kantholz verschraubt).
2x Koaxialkabel zu jeweils einer Aufputzdose (ist auch an Kantholz verschraubt)
1x 3er Steckdosenleiste für die Beleuchtung, die ich mit Epoxydharz auf eine MDF Platte geklebt habe. Die MDF Platte ist wiederrum an ein Kantholz geschraubt und lässt sich über einen Kippschalter an der Seite schalten.
1x 6er Steckdosenleiste für die Elektrogeräte, die ich mit einem weiteren Kippschalter vom Strom trennen kann
1x 3er Steckdosenleiste für die Elektrogeräte, die Dauerstrom bekommen (HTPC udn SAT Receiver). Der SAT Receiver braucht aus dem Deepstandby wesentlich länger, als wenn er dauerhaft Strom hat und braucht nur 0,6 Watt. Der HTPC fährt (wenn er von Strom getrennt wurde) immer erst im zweiten Anlauf hoch. Das nervt, laut OrigenAE gibts dafür aber keien Lösung, ich gehe später nochmal darauf ein
3 Steckdosen, an die die Leisten angeschlossen sind
2x Netzwerkkabel von der Aufputzdose zum HTPC und SAT Receiver
5x Lautsprecherkabel (2x Front, 2x Rear, 2x Center)
2x HDMI (Sat -> TV, HTPC -> TV)
2x Toslink (Sat -> AV-Receiver, HTPC -> AV-Receiver)
7x Strom zu allen Geräten
2x USB (Maus und Tastatur)
ich habe bestimmt noch was vergessen
So jetzt zum Bau des Subwoofers.
Ich habe schon befürchtet, dass IKEA nicht massiv baut und es war auch so. Die vier Seitenwände des Besta Regals sind alle in Sandwichbauweise gefertigt, sprich man hat eine 3mm Aussenplatte, eine 3mm Innenplatte und dazwischen ist Pappe in Wabenform.
Lediglich aussen ist ein schmaler Holzstreifen.
Für einen Subwoofer ist 3mm Material natürlich nicht zu gebrauchen. Es würde scheppern, wahrscheinlich könnte ich die Chassis in 3mm nichtmal ordentlich festschrauben.
Also war basteln angesagt. Ich bin mit der Oberfräse von Innen durch die Deckschicht und habe sie komplett weggefräst. Mit einem Bündigfräser konnte ich sehr exakt frei Hand bis zur Bügelkante und den beiden Holzleisten an der Seite.
Dann konnte man die Deckplatte abnehmen und die Pappe entfernen.
Hier zwei Bilder (da ist die Pappe schon raus, man erkennt an den Kleberückständen aber die Struktur):
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Das Loch ist extra. Da kommt später der eine Sub hin (wird natürlich passend und rund gefräst)
Und einmal im Detail. Hier msuste ich nur noch mit dem Cutter Kleberreste und überstehendes Material (wegen des Fräskopfradiusses in der Ecke) abtragen. Die Fräserei hat super geklappt:
Jetzt musste ich die Hohlräume wieder auffüllen. Einmal brauche ich 15, einmal 27mm Stärke. So MDF gibts hier leider in keinem Baumarkt, ich habe dann 12 + 3 (=15mm) und 19 + 8 (=27mm) genommen, passend zuschneiden lassen und eingepasst.
Bei 3 der 4 Seiten musste ich es nur einkleben. Leider stand das Holz danach an 2 Seitenteilen (oben und unten) ca 1mm über, links und rechts passt es. Ich habe es flächig abgefräst (links sieht man eine Stelle, an der ich etwas zu tief gefräst habe) und verschliffen.
Ich brauche innen eine ebene Fläche, weil hier noch eine Lage MDF aufgeleimt wird. Das Gehäuse soll ja absolut dicht sein!
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Oben und unten:
Seitenteile links und rechts:
Bleibt noch die Unterseite, in die das Lautsprecherterminal soll. Ich habe mir bei Canton ein Terminal als Ersatzteil meiner Karats bestellt. Das Terminal gefällt bei den Karats und ich mag es gerne einheitlich. Da es Biwiring fähig ist habe ich 4 Anschlüsse, kann also genau bedie Subs anschliessen!
Ich habe nun einen Ausschnitt mit den Abmaßen des Terminals in die Aussenseite der Unterseite geschnitten. Glücklicherweise ist die Deckplatte des Terminals genausostark, wie das Material (3mm). Es ist nachher also bündig versenkt.
Jetzt musste die erste MDF Schicht (12mm) angepasst werden. Hier musste ein Loch geschnitten werden, so dass das Terminal hineinpasst.
Als letztes muss noch die 3mm Schicht draufgeleimt werden, damit ich innen bündig bin. Ich habe hier nur noch 4 Löcher für die Lautsprecherkabel gebohrt (ich muss ja in den Innenraum des Gehäuses zu den Chassis).
Links im Bild erkennt man eine kleine Fuge. Da grenzt das MDF an den IKEA Pressspan. Man wird es hinterher nicht mehr sehen, weil da das Terminal drüber sitzt. Ich fülle es aber trotzdem nochh mit Leim auf, werde es verschleifen und anbschliessend weiß lackieren.
Das Terminal habe ich testweise eingelegt - passt
Leider stellt die Kamera nur kleine Bildbereiche scharf. Ich hole am besten wieder meine Ritschratsch Lumix raus!
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Dann steht noch etwas Arbeit an:
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- Gehäuse testweise zusammenbauen und MDF für die Inenseiten vermessen/zusägen lassen.
- Gehäuse wieder auseinanderbauen und innen das MDF aufleimen
- Ausschnitte für die Chassis mit Fräszirkel fräsen.
Ich befürchte, dass ich mit dem Fräser nicht komplett durch das Material komme (wegen der Materialstärke).
Macht aber nichts, ich fräse von aussen so tief, wie es geht und fräse dann den Rest von Innen mit einem Bündigfräser. Wenn das Gehäuse zusammengebaut wäre ginge das aber nicht mehr (Platz ist beengt).
- Einschlagmuttern von innen für die Chassis einschlagen
- Gehäuse endgültig zusammenbauen und die Holzdübel verleimen. Dafür muss ich nochmal 8 Löcher bohren, weil die Aufnahmen der Holzdübel weggefräst wurden. Hier hat IKEA geschlampt, weil die Holzdübel an Boden und Deckel nicht ins massive Holz, sondern in die Wabenpappe gingen. Es wäre wesentlich stabiler, wenn sie ins Massivholz gingen. Ich habe da jetzt MDF, kann es also stabil machen.
- Rückwand einpassen und verleimen. Original hat IKEA eine 3mm Rückwand mitgeliefert, die ca, 1cm Abstand zur Wand hat. Zwischen Hauswand und Rückwand sollen dann Spacer kommen. Das würde wieder wackeln und scheppern. Ich habe schon eine 16mm MDF Wand (die den Innenmaßen des Gehäuses entspricht) zusägen lassen und mit 5 Maschinenschrauben (12er Dübel) in die Wand geschraubt. Zwischen Wand und Gehäuse habe ich "Unterlegscheiben" aus Moosgummi gelegt.
Später wird das Gehäuse bis auf einen Sub fertig montiert, an die Wand geschraubt und dann der letzte Sub eingesetzt.
- Versteifungen ins Gehäuse einbauen
- "Tür" einsetzen. Natürlich ist die Tür Fake. Ich habe sie gekauft und sie sieht auch genauso aus, wie bei den anderen Beste Regalen, aber man wird sie später nicht öffnen können. Ich werde deswegen eine MDF Platte von innen einkleben und die Tür von innen an die MDF Platte schrauben.
- Sonofil rein und Sub an die Wand
Das wars erstmal zum Sub.
Später schreibe ich noch was zum HTPC und es gibt noch Bilder von der fertigen TV Wand (inkl TV, Schaltenr usw.).
Ich habe in der Vergangenheit den ein oder anderen Subwoofer fürs Auto gebaut und würde gern noch mal meine Erfahrungen mitteilen.
Ich bin mir nicht sicher, wie du das Gehäuse aus dem Besta bauen willst, ich rate aber mal grundsätzlich von dem Ikea Teil ab.
Das Ding ist nix massiv, dass hat in der Mitte zwischen zwei Ultradünnen Furnierplatten Wellpappe. Das ist absolut ungeeignet für ein Subwoofergehäuse. Hier sollte MDF das Materila Deiner Wahl sein. Wenn Du nicht lackieren willst, gibt es das auch in Farbe getränkt, so dass Du auch relativ schöne Schnittkannten erhälst. Das wichtigste an einem Lautsprechergehäuse ist, dass es Steif ist und nicht schwingt. Daher solltest Du das Gehäuse zusätzlich mit einer Lattung verstreben! Anschliessend streichst Du das alles noch schön mit Bitumen aus, damit auch alles Dicht und noch mal schwerer wird. Achte bitte auch darauf, dass jeder Woofer sein eigenes Volumen benötigt. 2 x 70 Liter sind nicht gleich 1 x 140 Liter. Ich würde daher zwei einzelne Kammern aufbauen. Das wird von anderen manchmal anders gesehen, wenn man zwei identische Woofer hat. Jedoch hat man nie zwei 100%ig gleiche Woofer! (ok, geht in Richtung "HighEnd" aber warum nicht alles rausholen?)
Beispiel:
Ein geschlossenes Gehäuse beruht auf dem Prinzip der Luftfederung (darum auch mit Bitumen bitte alles 100%ig abdichten!) Ein Subwoofer in einem geschlossenen Gehäuse wird also durch die Luftfederung bedämpft. Setzt du nun zwei Subwoofer in ein Gehäuse wirkt einer der beiden wie eine Feder, weil sie nicht beide exakt gleich ansprechen werden. Durch die komprimierte Luft im gemeinsamen Gehäuse wird die Dämpfung also nicht mehr 100%ig funktionieren. Der Bass wird also unsauber und unkontrolliert, ähnlich wie in einem falsch ausgelegtem Gehäsue. 2 Subwoofer in 2 Volumen spielen also kontrollierter und bässer
Die Mediawand gefällt mir bis hierin allerdings schon mal richtig gut